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Die Waldorfpädagogik –
Grundlage der pädagogischen Arbeit
 
In der Natur-Kinder-Werkstatt ist die Waldorfpädagogik die Grundlage unseres pädagogischen Wirkens. Sie dient uns als Orientierung für die Gestaltung des Lebens und Arbeitens in unserem Kindergarten. Ausgehend von der Ganzheitlichkeit und Einzigartigkeit eines jeden Kindes, sind Nachahmung und Vorbild, Rhythmus und Wiederholung die Leitprinzipien unserer Arbeit.

Das Kind als Einheit von Leib-Seele-Geist
In der Anthroposophie wird das Kind als ein dreigliedriges Wesen mit Leib, Seele und Geist gesehen. Durch seinen Leib gehört das Kind der äußeren Welt an, durch seine Seele baut es sich seine innere Welt auf und durch seinen Geist öffnet sich eine Welt, die über den beiden anderen steht. Dieser Dreigliederung entsprechend ist das Erleben des Kindes in Wollen (Leib), Fühlen (Seele) und Denken (Geist) unterteilt. Diese Seelenfunktionen sind eng miteinander verknüpft. Sie bedingen sich gegenseitig, sind wechselseitig voneinander abhängig und somit als eine Einheit zu betrachten, die das Bild der Ganzheitlichkeit prägt. Aus dieser Sichtweise ergibt sich die Notwendigkeit der harmonischen, gleichmäßigen Entwicklung aller drei Glieder, um eine gesunde Balance zwischen Leib, Seele und Geist zu schaffen.

Die Einzigartigkeit des Kindes
Jedes Kind besitzt eine einmalige, unantastbare Einzigartigkeit mit den ihm eigenen Anlagen und Voraussetzungen für seine Entwicklung. Durch aufmerksame Beobachtung und eine wachsame, liebevolle Begleitung seitens der ErzieherInnen wird die Einzigartigkeit jedes Kindes wahrgenommen, um die „mitgebrachten“ Anlagen optimal zu fördern. Nur durch diese Erkenntnis kann den individuellen Begabungen, Vorlieben, Fähig- und Fertigkeiten eines Kindes auf dem Weg zu einem gesunden Selbst entsprochen werden.

Nachahmung – Vorbild
In den ersten sieben Jahren ist das Kind „ganz Sinnesorgan“. Es kann sich noch nicht intellektuell von der Wahrnehmung trennen, die Sinneseindrücke aus seinem Umfeld wirken unmittelbar auf das Kind, sie werden „einverleibt“. Die natürliche Willenskraft (Wollen) ist die Triebfeder des Kindes, diese Eindrücke durch Nachahmung zu verarbeiten. Es schafft eine gefühlsmäßige Verbindung zur miterlebten Handlung (Fühlen) und beginnt so das Erlebte zu verstehen (Denken). Bis zum siebten Lebensjahr lernen Kinder also auf diese Weise: Wollen, Fühlen, Denken. Daher hat das Vorbild des Erwachsenen einen besonderen Stellenwert und prägt die pädagogische Arbeit in unserem Kindergarten: die Freude am eigenen Tun, das Tätigsein der ErzieherInnen ist den Kindern sinnvolle Anregung für ihr Spiel.

„Mit dem, was wir vor dem Kinde im täglichen Leben tun,
sind wir in erster Linie seine Erzieher.“

- E.Grunelius -


Rhythmus und Wiederholung: Tag – Woche – Jahr
Der Ablauf des Tages, der Woche und des Jahres ist von einem gleichbleibenden Rhythmus und Wiederholungen geprägt. Die rhythmische Zeitgestaltung des Tages mit den immer gleichbleibenden sich wiederholenden Ritualen, sowie die rhythmisierte Ordnung der Woche und des Jahres geben den Kindern im Zusammenspiel mit den sich wiederholenden Inhalten Orientierung, Sicherheit und Geborgenheit. Hierzu gehören z.B. das Einläuten der Aufräumzeit, das Anschlagen der Klangschale zum Beginn des Morgenkreises oder der Reigen, die wöchentlichen Tätigkeiten und die Speisen, die Jahreszeiten und die Feste, sowie Geschichten, Lieder, Puppenspiele.
Sie können sich auf das wiederkehrende Bekannte einstellen und erfahren Verlässlichkeit, weil sicher ist, was als Nächstes folgt. Dieser stabile Rahmen des Verlässlichen schafft Vertrauen und sorgt für seelische Ausgeglichenheit. Die Kinder gewinnen an Selbstsicherheit und finden hier die Grundlage, um voller Selbstvertrauen auf Neues zuzugehen.

„Es folgt kein Schritt auf Neues aus der Instabilität.“

 

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